Sterne des Sports: 1. Landesplatz an MTV 1860 Minden für „Weserprojekt“ - Schwimm-Club Dinslaken erhielt einen Sonderpreis

Landessportbund und Genossenschaftsbanken zeichnen vorbildliche Sportvereine aus / Sportministerin Kampmann überreicht Preise / Trendsportangebot aus Minden mit Chancen auf Bundesebene

Düsseldorf. Der olympische Geist wehte am 23. November durch das Düsseldorfer Sportministerium, als drei außergewöhnlich engagierte Sportvereine aus Nordrhein-Westfalen beim wichtigsten deutschen Breitensport-Wettbewerb mit den „Sternen des Sports in Silber“ geehrt wurden. Auf dem Siegertreppchen: der MTV 1860 Minden e.V., die Residenz Münster e.V. und der SV Haldern 1920 e.V. Insgesamt haben sich 115 Sportvereine in NRW bei den Genossenschaftsbanken für die begehrten Prämien beworben.

Sterne des Sports

Die Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie der Landessportbund in NRW zeichneten den MTV Minden für das eigens entwickelte Trendsportangebot am Weserstrand mit dem 1. Platz aus. Mit Disc Golf, Beachvolleyball und einem Street Workout-Parcours gibt es inzwischen drei sportliche Aktivitäten für eine jüngere Zielgruppe, die allen offen stehen, egal ob sie Mitglied im Verein sind oder nicht. Den mit 2.500 Euro dotierten Preis übergab Christina Kampmann, NRW-Landesministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, gemeinsam mit Ralf W. Barkey, Vorstandsvorsitzender des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes (RWGV), sowie Walter Schneeloch, Präsident des Landessportbundes NRW. Die Jury um Speerwerferin Linda Stahl und Judoka Andreas Tölzer zeigte sich beeindruckt, wie der Verein zusammen mit der Stadt ein Gelände sportlich belebt hat, das vorher weitgehend brachlag

„Der Wettbewerb ,Sterne des Sports’ würdigt das soziale Engagement der Sportvereine und rückt sie ins Licht der Öffentlichkeit“, erklärte RWGV-Chef Barkey: „Es geht hier nicht um Rekorde, sondern um das Engagement für die Menschen in der heimischen Region. Der MTV Minden hat hier Vorbildliches geleistet.“ Zusammen mit der Ministerin und dem Landessportbund-Präsidenten gratulierte er den Vertretern des Vereins und der Volksbank Mindener Land, über die der Beitrag eingereicht worden war. „Es verdient allgemeine Hochachtung, was unsere NRW-Vereine in wichtigen gesellschaftspolitischen Bereichen gemeinsam auf die Beine stellen.

Mit den Auszeichnungen wollen wir auch die hohe Motivation der vielen Ehrenamtler wertschätzen, die in ihrer Freizeit die Basis für zielgruppengerechte Sportangebote in den Vereinen schaffen“, sagte LSB-Präsident Schneeloch. Die Jury, besetzt mit Vertretern des LSB NRW, der Banken, der Medien und aus dem Spitzensport, hatte die „Qual der Wahl“ unter den Vereinen, die auf Kreisebene einen „Großen Stern des Sports in Bronze“ gewonnen haben.

Der zweite Platz und 1.500 Euro ging an den Tanzsportverein Die Residenz Münster e.V., der „Tanzen für alle“ – von der tänzerischen Früherziehung bis zum Seniorentanz – anbietet. Außerdem engagiert sich der Verein für Inklusion: Im barrierefreien Clubhaus trainieren Rollstuhltänzer, aber auch junge Menschen mit geistiger Behinderung. Die Residenz hat sich über die Vereinigte Volksbank Münster beworben.

Über den dritten Platz und 1.000 Euro freute sich der SV Haldern 1920 e.V. mit seiner „AKTION PLATZNOT“. Der Verein, der über die Volksbank Emmerich-Rees am Wettbewerb teilgenommen hat, erfüllte sich ehrenamtlich und mit Eigenleistung den Traum von einem dritten Fußballplatz.

Einer der beiden Förderpreise, jeweils mit 500 Euro dotiert, ging an den Hellerhofer Sportverein e.V. Er wurde für seine vernetzte Quartierentwicklung geehrt und von Vertretern der Volksbank Düsseldorf Neuss zur Preisverleihung begleitet. Den anderen Förderpreis erhielt der DSC Arminia Bielefeld e.V., der seine Stadionschule seit über fünf Jahren betreibt. Eingereicht wurde das Projekt über die Volksbank Bielefeld-Gütersloh.

Ein Sonderpreis und 500 Euro gingen an den Schwimm-Club Dinslaken e.V., der 2016 zum ersten Mal einem blinden Jungen Schwimmen beibrachte, so dass er das Seepferdchen-Abzeichen machen konnte. Der Schwimmclub hat sich über die Volksbank Dinslaken beworben.

Neben dem Gewinner-Pokal und den 2.500 Euro dürfen sich die Mitglieder vom MTV Minden als Erstplatzierte auf Landesebene auf ein weiteres Ereignis freuen: eine Reise nach Berlin. Denn der MTV vertritt NRW auf der Bundesebene des Wettbewerbs und ist zusammen mit der Volksbank Mindener Land zur Preisverleihung in der Bundeshauptstadt eingeladen. Am 23. Januar 2017 treffen sich die Landessieger und wetteifern um den „Großen Stern des Sports in Gold“, den Bundespräsident Joachim Gauck verleihen wird.

Mit den „Sternen des Sports“ würdigen die Volksbanken und Raiffeisenbanken gemeinsam mit dem Landessportbund die wichtigen gesellschaftlichen Verdienste der Sportvereine. „Genau wie die Genossenschaftsbanken übernehmen Sportvereine Verantwortung
vor Ort und pflegen einen engen Kontakt zu den Menschen in ihrer Nachbarschaft“, unterstrich Barkey bei der Feierstunde im Ministerium.

Alle Preisträger in der Übersicht:
1. Platz (2.500 Euro): MTV 1860 Minden e.V., ausgezeichnet für die Maßnahme „Sporträume 2.0 – offen, umsonst, draußen! Trendsportangebot an Mindens Weserstrand“, eingereicht bei der Volksbank Mindener Land eG  
2. Platz (1.500 Euro): Die Residenz Münster e. V., ausgezeichnet für die Maßnahme „Tanzen für alle“, eingereicht bei der Vereinigten Volksbank Münster eG
3. Platz (1.000 Euro): SV Haldern 1920 e. V., ausgezeichnet für die Maßnahme „AKTION PLATZNOT – Bau eines Fußballplatzes ehrenamtlich und in Eigenleistung“, eingereicht bei der Volksbank Emmerich-Rees eG

Förderpreis (500 Euro): Hellerhofer Sportverein e. V., ausgezeichnet für die Maßnahme „Vernetzte Quartiersentwicklung im
Stadtteil Hellerhof (Düsseldorf)“, eingereicht bei der Volksbank Düsseldorf Neuss eG
Förderpreis (500 Euro): DSC Arminia Bielefeld e. V., ausgezeichnet für ihre Stadionschule Bielefeld, eingereicht bei der Volksbank Bielefeld-Gütersloh eG

Sonderpreis (500 Euro): Schwimm-Club Dinslaken e. V., ausgezeichnet für die Maßnahme „Schwimmen trotz Blindheit - auch das ist möglich“, eingereicht bei die Volksbank Dinslaken eG

Die Jury:
1. Dr. Michael Matlik, Referatsleiter Breitensport Landessportbund NRW 115
2. Linda Stahl, Speerwerferin und Bronzemedaillengewinnerin bei Olympia 2012
3. Marcus Tepper, Sportredakteur, WDR 2
4. Andreas Tölzer, Judoka und Bronzemedaillengewinner bei Olympia 2012 120
5. Rainer Wolf, Grundsatz- und Finanzangelegenheiten des Sports - Sport für Alle, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport NRW
6. Norbert Brüning, Referent Rheinisch-Westfälischer Genossenschaftsverband, Vertreter der Volksbanken 125 Raiffeisenbanken in NRW


Erlebnisbericht:
Nachdem Ende September bekannt wurde, dass der Schwimm-Club Dinslaken e. V. (SCD) als Bronze-Sieger auf lokaler Ebene, auch auf der Silbernen Ebene geehrt wird, war die Freude grenzenlos. Das Projekt „Schwimmen trotz Blindheit - auch das ist möglich“, dass der SCD bei der Volksbank einreichte, bewegte auch die Jury auf der zweiten Entscheidungsebene. Doch welcher Platz es nun geworden ist, dass blieb bis zur Preisverleihung gemein.
So machten sich Anne Doemen (Marketing-Leiterin der Volksbank Dinslaken eG) und ihre Kollegin Julia Kalwak (Ansprechpartnern für die „Sterne des Sports“ bei der Volksbank Dinslaken eG) am 23.11.2016 gemeinsam mit sechs Mitgliedern des Schwimm-Clubs Dinslaken auf den Weg zur Preisverleihung ins Sportministerium nach Düsseldorf. Auch Julian’s Schwimm-Lotsenkind Justin war dabei und gespannt, welcher Platz letztlich für den SCD herausspringen würde.
Normalerweise werden zwei Förderpreise neben den drei Platzierungen auf dem Treppchen verliehen, doch in diesem Jahr gab es eine Besonderheit: den Sonderpreis. Diesen Sonderpreis sicherte sich der SCD aufgrund des beispielhaften Engagements. Denn „Schwimmen trotz Blindheit - auch das ist möglich“, so Gabriele Janßen vom SCD „man muss es einfach ausprobieren.“ Umso schöner war es für alle Beteiligten, dass das Dinslakener Projekt auch bei der zweiten hochkarätig besetzten Jury auf Gefallen stieß und für den Sonderpreis ausgewählt wurde. Belohnt wurde der SCD mit weiteren 500 Euro für die Vereinskasse.
„Wir sind sehr stolz, dass ein Dinslakener Verein bei den „Sternen des Sports“ in diesem besonderen Rahmen Anerkennung findet“, so Marketing-Leiterin Anne Doemen „wir hoffen, dass das nun auch weitere Dinslakener Vereine ermuntert, sich mit einem Projekt bei der kommenden Ausschreibung der Sterne des Sports im April 2017 in unserer Volksbank zu bewerben und mitzuteilen, wie wichtig, dass Ehrenamt in Vereinen heutzutage ist.“
Abgerundet wurde der Abend mit einem Gruppenfoto der SCD-Vertreter mit den beiden Volksbank-Mitarbeiterinnen sowie Christina Kampmann, NRW-Landesministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, Ralf W. Barkey, Vorstandsvorsitzender des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes (RWGV), Walter Schneeloch, Präsident des Landessportbundes NRW, Speerwerferin Linda Stahl und Judoka Andreas Tölzer